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SEO für PDFs: Wie man mit wenigen Handgriffen mit PDFs ranken kann. Teil 2 unserer Blogreihe FUN with SEO.
Marvin Knuth
Marvin Knuth 18. Januar 2018

Die zehn SEO-Gebote für PDFs

SEO bringt Webseiten nach oben – das ist dir im ersten Teil unserer „Fun with SEO“-Reihe klargeworden. Dass auch PDF-Dateien in den Ergebnislisten von Google gerankt werden und somit Reichweite erzeugen, wird selbst von erfahrenen Online Marketern oftmals vernachlässigt. So geht dir Klick-Potenzial verloren! Wie du Mithilfe von OnPDF- und OnPage-Maßnahmen dein PDF in den SERPs nach oben bringst – und das dank Google Analytics auch noch auswerten kannst – verrät dir unsere Mitarbeiterin Janni, ihres Zeichens wahre SEO-Expertin. Sie schlüpft in die Rolle des Moses und stellt dir im zweiten Teil unserer Reihe die zehn ultimativen Gebote für PDF-SEO vor!

Die OnPDF-Maßnahmen

Zuerst zeigen wir dir Möglichkeiten, PDFs am oder im Dokument selbst zu optimieren: die OnPDF-Maßnahmen. Besonders einfach sind sie umzusetzen, wenn du dein PDF selbst erstellst. Falls das Dokument bereits besteht, benötigst du für einige der Maßnahmen weitere Tools.

1. Du sollst deinem PDF einen aussagekräftigen Namen geben!

Der Name einer Datei verrät, was drinsteckt! Benenne die PDF-Datei aussagekräftig und bringe das Thema und relevante Keywords darin unter. Worte sollten grundsätzlich mit einem Bindestrich getrennt und Umlaute vermieden werden.

Beispiel: AUEG-Reform-2017-Ratgeber.pdf

2. Du sollst an die Meta-Daten denken!

PDFs tauchen, genau wie Webseiten auch, in den Suchmaschinen mit einem SERP-Snippet auf.

Abbildung eines SERP-Snippets, hier mit Rechtschreibfehler eher suboptimal gelöst und für PDF-SEO eher kontraproduktiv.
Der Title als wichtigstes Element des SERP-Snippets, hier mit Rechtschreibfehler eher suboptimal gelöst.

Den Titel gibst du in den Meta-Angaben in den Dokument-Eigenschaften deines PDFs sinnvoll ein.
Um diese Daten im Nachhinein anzupassen, ist ein extra Tool (zum Beispiel BeCyPDFMetaWdit) nötig. Die Description für das SERP-Snippet generieren Suchmaschinen selbst, indem sie Ausschnitte aus dem Text anzeigen. Diese kannst du also leider nicht eigenhändig hinterlegen und beeinflussen.

PDF-SEO: Der Title eines PDF wird in den Dokumenteigenschaften hinterlegt.
Den Title deines PDF-Dokumentes hinterlegst du in den Dokumenteigenschaften.

3. Du sollst Überschriften und Absätze einbauen!

Wie auf Webseiten auch, sollte der Text eine Hauptüberschrift mit deinem Thema enthalten, in der außerdem die wichtigsten Keywords untergebracht werden. Suchmaschinen generieren aus der Überschrift unter Umständen die oben erwähnte Description für das SERP-Snippet – dieser Punkt ist also gleich doppelt wichtig! Dein Text sollte durch Zwischenüberschriften und Absätze logisch und für den User gut lesbar sein.

4. Du sollst Alternativ-Texte für deine Bilder nutzen!

Auch dieses Gebot orientiert sich stark an der Best Practice für Webseiten: Die in dem PDF verwendeten Bilder sollten unbedingt einen Alternativ-Text (kurz Alt-Text) enthalten. So wissen auch blinde Menschen, die zum Beispiel mithilfe eines Screenreaders durch das Dokument navigieren, was auf den Bildern zu sehen ist. Zum anderen können Suchmaschinen nach wie vor keine Bilder auslesen und benötigen ebenfalls die alternative Angabe im Textformat. Den Text hinterlegst du über das Alt-Attribut des Bildes im Dokument.

PDF-SEO: Abbildung des Bearbeitungsmodus für einen Alt-Text. Das mögen sowohl Screenreader als auch Suchmaschinen.
Alternative Beschreibung eines Bildes.

Häufig enthalten PDFs Grafiken, in denen ein Textteil enthalten ist. Die Suchmaschinen können diese mittlerweile zwar mittels OCR (Optical Character Recognition), also optischer Zeichenerkennung, erkennen und auswerten – dennoch solltest du immer Alt-Tags und auch Bildunterschriften verwenden, um auf Nummer sicher zu gehen.

5. Du sollst das PDF nicht zu groß uploaden!

Auch für PDF-Dokumente gilt: Je kürzer die Ladezeit, desto besser. Komprimiere deine PDFs daher vor dem Upload, beispielsweise auf smallpdf.com. Auch Bilder sollten vor dem Einsatz auf die korrekte Höhe und Breite reduziert und komprimiert werden, um die Dateigröße so klein wie möglich zu halten.

6. Du sollst auf externe Links zurückgreifen!

Im Dokument selbst solltest du auch auf deine eigene Webseite verlinken. Suchmaschinen erkennen nämlich die Relevanz und den Bezug des Dokuments zu deiner Seite. Integriere im PDF auf jeden Fall dein Logo, um das Branding zu stärken. Links zu anderen Webseiten, auf die du dich in deinem PDF beziehst, sind ebenfalls hilfreich. Außerdem gehört es „zum guten Ton“, die Quellen zu nennen, auf die du dich in deinem PDF beziehst. So steigt die Chance, dass genau diese anderen Webseiten dein PDF ebenfalls bei sich verlinken – sozusagen eine Win-Win-Situation.

Die OnPage-Maßnahmen

Soweit zu den OnPDF-Maßnahmen. Nun wenden wir uns den Maßnahmen zu, die auf der Webseite, auf welcher das PDF-Dokument verlinkt ist, umgesetzt werden können. Diese bezeichnet man als OnPage-Maßnahmen. Sie sind leicht umzusetzen und verhelfen dir somit schnell zu einem besseren Ranking deines PDFs.

7. Du sollst die interne Verlinkung nicht vergessen!

Damit deine wertvolle PDF-Datei nicht sowohl auf deiner Webseite wie auch in den Tiefen des World Wide Web untergeht, sollte sie verlinkt werden: aus dem Text heraus und an jeder passenden Stelle, an der sie für den User relevant ist und zur Verfügung stehen soll. So erkennen auch Suchmaschinen die Relevanz von PDFs innerhalb deiner Website.

PDF-SEO: Abbildung einer optimalen Einbindung des PDFs auf deiner Webseite.
Interne Verlinkung des PDF-Dokuments, hier ein Beispiel unseres Kunden Unique Personal.

8. Du sollst eine sinnvolle Ordner-Struktur verwenden!

Der URL-Pfad zu deinem Dokument erscheint im SERP-Snippet. Lege daher für deine PDF-Dokumente einen Ordner auf dem Server an und benenne diesen sinnvoll, sodass Suchmaschinen die Dateien leicht finden können.

Beispiel: https://www.deine-domain.de/downloads/ratgeber/

Ran an die Auswertung!

Dein PDF und die entsprechende Webseite sind auf Vordermann gebracht. Und wie erfährst du nun, ob deine PDFs gelesen bzw. heruntergeladen werden und woher die Besucher kommen? Google Analytics heißt das Zauberwort!

9. Du sollst wissen, wie oft dein PDF geklickt wird!

Um die Klicks auf das PDF-Dokument messen zu können, hinterlegst du für jeden Link ein JavaScript OnClick Event. Diese Daten laufen dann als Events in Google Analytics ein. So sieht ein Tracking-Beispiel für ein JavaScript OnClick Event aus:

<a href=“/downloads/ratgeber/Praxisratgeber-AUEG-Reform-2017.pdf“ target=“_blank“ onclick=“ga(’send‘, ‚event‘, ‚Link‘, ‚Klick‘, ‚AÜG‘);“>Praxisratgeber AÜG-Reform 2017</a>

10. Du sollst überprüfen, wie oft dein PDF gedownloadet wird!

Der Download von Dokumenten kann ein wichtiger KPI für dich bzw. deinen Kunden sein. Zudem ist es interessant zu wissen, wie viele deiner organischen Besucher sich dein PDF heruntergeladen haben. Deshalb sollte der Download-Klick auf dein PDF in Analytics als Zielvorhaben eingerichtet werden. Um das Event aus dem oberen Beispiel als Zielvorhaben zu hinterlegen, wählst du bei der Einrichtung des Zielvorhabens „Benutzerdefiniert“ und bei der Zielbeschreibung „Ereignis“ aus. In den Zielvorhabendetails gibst du dann folgendes an:

Abbildung der Zielvorhabendetails für Events in Google Analytics, um die Downloads deines PDFs auszuwerten.
Zielvorhabendetails für Events in Google Analytics.

Sobald das Ziel eingerichtet ist, laufen die Daten ein und es wird sichtbar, wie viele PDF-Downloads über die organische Suche (und auch die anderen Kanäle) generiert wurden.

Abbildung der Erfolgskontrolle von PDF-Downloads in Google Analytics.
Erfolgskontrolle von PDF-Downloads in Google Analytics.

Dem (messbaren) Erfolg deines PDF steht nun nichts mehr im Wege! Doch Vorsicht: Mit einem PDF wird schnell Duplicate Content generiert. Nämlich immer dann, wenn Inhalte deines PDFs exakt oder sehr ähnlich auf deiner Website dargestellt werden. Dann ist ein sogenannter Canonical Tag sinnvoll, mit dem sich die „Hauptversion“ des Inhaltes ausweisen lässt. Dies ist – je nach Präferenz – meist die eigene Webseite. So lässt sich der doppelte Inhalt in den SERPs vermeiden – und es rankt nur das, was wirklich ranken soll!

Und nun – worauf wartest du noch? Du hast jetzt das Rüstzeug, um dein PDF und die dazugehörige Webseite zu optimieren. Sei einer der wenigen, die das Ranking- und damit das Reichweiten-Potenzial eines PDFs voll ausnutzen – lass dir den Erfolg nicht durch die Lappen gehen!

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