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Liza-Maria Metzke
Liza-Maria Metzke | 11. November 2019 Events

Fünf Content-Learnings vom SEO-Day in Köln

Am Donnerstag fand zum 9ten Mal der SEO-Day in Köln statt und wir waren mit dabei. Zusammen mit meiner Kollegin Laura habe ich mir verschiedene Vorträge angehört und unglaublich viel Neues gelernt. Als Junior Content Marketing Manager stelle ich Ihnen im Weiteren meine fünf Content-Learnings vom SEO-Day vor.

1. Strukturierte Daten und FAQ-Pages sind aktuell „der heiße Scheiß“

Sowohl in Thorsten Loths Vortrag über Local SEO als auch in Max Muhrs und Jan Achtermanns Vortrag über Sichtbarkeit und Traffic drehte sich alles um das Thema strukturierte Daten und FAQ-Pages. Gerade um die Sichtbarkeit von anderen Wettbewerbern einzuschränken und die eigene zu stärken, sind FAQ-Pages hervorragend geeignet. Denn FAQ-Pages werden in den SERPs doppelt so groß angezeigt wie normale Suchergebnisse und nehmen damit gerade mobile den größten Teil des Bildschirms ein. Und das Beste: Die Erstellung einer FAQ-Page ist mit schema.org wirklich einfach. Sie müssen lediglich Ihre Fragen und die passenden Antworten unter den Punkten „item list“ oder „FAQ-Page“ hinterlegen.

Auch der Speaker Rene Dhemant hat sich in seinem Vortrag zu den FAQ-Pages geäußert und uns einen Tipp zur Erstellung mitgegeben: W-Fragen verwenden und diese „umfassend kurz“ beantworten. Das bedeutet: Beantworten Sie die Frage ausreichend, aber schmücken Sie sie nicht mit Zusatzinformationen aus. Um sich einen Überblick über häufig verwendete W-Fragen zu verschaffen, empfiehlt Dhemant die „Nutzer fragten auch“-Box.

2. Auch auf Synonyme optimieren

Mittlerweile wird vor jeder Texterstellung automatisch eine Keyword-Analyse durchgeführt. Die identifizierten Keywords werden passend in den Text eingearbeitet und sorgen für ein (hoffentlich) gutes Ranking bei Google. Was beim Unterbringen der Keywords aber manchmal in Vergessenheit gerät, ist die Wichtigkeit von Synonymen. In seinem Vortrag „Get Sh!t done“ wies Rene Dhemant darauf hin, dass Texter*innen auch auf passende Synonyme optimieren sollten. Warum? Neben der Möglichkeit, für zwei verschiedene Begriffe zu ranken, entstehen so weitere Ideen für kreativere Texte. Ein Beispiel: Ein Synonym für Heidelbeere ist Blaubeere. Heidelbeeren werden dem Beerenobst zugeordnet. Soweit so gut, aber wer von Ihnen hätte die Heidelbeere mit dem Begriff Waldfrucht in Verbindung gebracht? Synonyme können hilfreich sein, um neue Themengebiete zu entdecken und mehrere Rankings für einen einzigen Text abzugreifen.

3. Reichweite über Local SEO – wenig Content, dafür strukturierte Daten und GMB Konsistenz

Wir als Content Marketing Manager sind geneigt, unseren User*innen möglichst viele Informationen zu einem Thema zur Verfügung zu stellen, um alle potenziellen Fragen zu beantworten. Bei den meisten Texten ist das tatsächlich nötig und hilfreich, aber laut Thorsten Loth nicht auf Filial- oder Standortseiten. Da diese häufig über das Handy, also mobile, aufgerufen werden, ist hier die Page Speed einer der für die Nutzer*innen wichtigsten Faktoren. Dauert das Laden der Local-Pages zu lange, springen die User*innen ab und besuchen wahrscheinlich auch die Filiale nicht. Neben der Page Speed sind für Loth strukturierte Daten und eine gute Google-My-Business-Konsistenz wichtiger denn je.

Gerade bei einem Google-My-Business-Eintrag sollten Sie immer darauf achten, dass die Verlinkung direkt zu einer Local-Page mit Anfahrtsbeschreibung weiterleitet, statt auf die Startseite. Zusätzlich empfiehlt er, Bilder der eigenen Filiale hochzuladen, um den Kund*innen einen ersten Eindruck des Unternehmens zu bieten. Achten Sie dabei darauf, die Bilder sinnvoll zu beschriften und in den strukturierten Daten zu hinterlegen – denn SERPs mit Bildern werden in der Regel häufiger angeklickt. Aber was ist denn nun mit dem Content? Loth empfiehlt, auf den Local-Pages lediglich Anfahrt, Adresse, Öffnungszeiten und den Kontakt anzugeben.

Zusammengefasst nennt er folgende To-dos für die Erstellung von Local-Landingpages:

  • aussagekräftige Bilder für die einzelnen Seiten (am besten Filialbilder)
  • relevanter Content
  • Title, Description & Semantik (Ort und Branche ohne „Keywordstuffing“)
  • Structured Data (Schema.org)
  • Open Graph Meta Tags implementieren
  • Einrichtung von Maps
  • NAP-Konsistenz (NAP= Name Adress Phone)
  • Local-Citations

 4. Google Post

Zwar kein neuer, aber ebenfalls spannender Aspekt des Vortrags von Thorsten Loth war der Hinweis auf Google Posts. Google Posts bietet Ihnen die Möglichkeit, kostenlos Anzeigen zu schalten und diese prominent in der Knowledge-Box zu platzieren. Zusätzlich wird der selbstgeschriebene Content in Google Maps angezeigt. Nutzbare Kategorien sind derzeit beispielsweise News, Events, Neuheiten, Angebote und Produkte. Als weiteren Vorteil nennt Loth die einsehbare Auswertung von Klicks und Seitenaufrufen, die durch die Beiträge generiert wurden. Mit Google Posts können Sie zielgerichteten und vor allem aktuellen Content an die eigenen Nutzer*innen ausliefern und sich dabei von den Wettbewerbern abheben.

5. Keyword-Kannibalismus muss nicht schlecht sein

Keyword-Kannibalismus ist ein eher negativ behaftetes Wort. Zu Unrecht, findet Leonard Metzner, der in seinem Vortrag „Keyword-Kannibalismus auflösen – ein Diätplan für stabilere Rankings“ das Thema auf interessante Weise beleuchtete. Für Metzner herrscht Keyword-Kannibalismus, wenn zwei Dokumente oder Keywords sich mit dem gleichen Blickwinkel auf ein Thema konzentrieren. Sobald sich jedoch der Blickwinkel ändert, können wertvolle Mehrfachrankings geschaffen werden, die fälschlicherweise auf den ersten Blick häufig mit Keyword-Kannibalismus verwechselt werden. Stehen zwei oder mehr Dokumente derselben Domain in den Top 10, ist das laut Metzner keine Kannibalisierung, sondern ein wertvolles Mehrfachranking (dabei sollte das Ranking stabil und eine der URLs in den Top 3 sein). Mit diesen wertvollen Mehrfachrankings erhöhen Sie Ihre Resonanzfläche. Nutzen Sie dabei Oberthemen und Spezialisierungen wie „Wandfarbe“ und „Wandfarbe für Bäder“ sowie verschiedene Blickwinkel, etwa „Treppenrenovierung“ im Bereich Dienstleistung und „Treppe renovieren“ im Bereich DIY. Als positives Beispiel nennt Metzner Chefkoch, die mit dem Keyword „Strammer Max“ sowohl mit der Rezept-URL als auch mit der Kategorieseite ranken.