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Carsten Kunkel
Carsten Kunkel | 20. April 2021

Was ist die neue Tracking Lösung Google FloC

Google hat mit seiner neuen API namens FloC (Federated Learning of Cohorts) einen weiteren Schritt in Richtung Tracking ohne Cookies von Drittanbieter*innen gemacht.

Aber garantiert FloC den Nutzer*innen mehr Privatsphäre beim Surfen? Wie wird sich die Funktionsweise von Google FloC auf digitale Werbung auswirken? Wir geben dazu einen ersten Einblick:

1. Was ist eigentlich Google FloC??

Im Rahmen der Privacy-Sandbox-Initiative hat Google die FloC-API als Alternative zu Cookies von Drittanbieter*innen eingeführt, da sie das Targeting von Werbung auf interessenbasierte Zielgruppen ermöglicht.

Der Ansatz von Google FloC besteht darin, Nutzer*innen in Kohorten oder Clustern zu gruppieren, die gemeinsame Merkmale aufweisen.

Bei dieser Lösung verlassen die Daten aller Benutzer*innen nie die Chrome-Umgebung.

Die Browsing-Daten der Benutzer*innen werden direkt über Chrome erhoben und in einen maschinellen Lernalgorithmus eingespeist, der sie klassifiziert und daraus Nutzergruppen, sogenannte Cluster, bildet.

Werbetreibende werden dadurch in der Lage sein, gezielte Kampagnen für diese Gruppen zu starten, haben aber keinen Zugriff auf die individuellen Browsing-Daten der einzelnen Nutzer*innen.

2. Wird mit Google FloC die Effektivität der Online-Werbung leiden?

Laut Google haben Tests gezeigt, dass dieses System eine sehr ähnliche Effektivität aufweist wie Werbung mit Third Party Cookies.

Beim Vergleich der Ergebnisse wurden mit Google FloC 95% der Conversions im Vergleich zum vorherigen System erzielt.

Google plant, die Tests fortzusetzen, um die Effektivität der neuen API zu ermitteln und damit zu bestätigen, ob das neue Vorgehen final ausgerollt werden kann.

Im zweiten Quartal des Jahres soll diese API bereits in Google Ads-Konten getestet werden.

Es gibt jedoch noch Unbekannte bezüglich Möglichkeiten und Umfang den Google FloC haben wird. Wenn Kampagnen zum Beispiel nicht mehr auf bestimmte Nutzer*innen, sondern auf Gruppen ausgerichtet sind, funktioniert dann geräteübergreifende Werbung?

Heutzutage ist es sehr üblich, dass Benutzer*innen ihr angeschlossenes Fernsehgerät ansehen, während sie gleichzeitig mit ihrem Computer oder Smartphone surfen.

Eine weitere Sorge für Werbetreibende ist die Interoperabilität der Lösung, die Google schließlich vorschlagen wird, da Cookies von Drittanbieter*innen früher ein gemeinsamer Industriestandard waren und die Suche nach Alternativen nun viel dezentraler erfolgt.

 

3. Herausforderungen bei der Umstellung von Third-Party Cookies auf FLoC

Im Moment würde Google FloC nur eine der Herausforderungen lösen, die der Horizont ohne Third Party Cookies mit sich bringt, nämlich die Erstellung von Lookalike Audiences.

Eine weitere Initiative, die zur Privacy Sandbox gehört, ist FEDGE, die nach einer Lösung sucht, um Remarketing-Kampagnen durchführen zu können, ohne Daten von Dritten verwenden zu müssen; allerdings ist dies in einem weitaus weniger fortgeschrittenen Stadium als FloC.

Zusätzlich zu diesen Herausforderungen:

Die Schwierigkeit, Conversions zuzuordnen, da sie nicht bestimmten Benutzer*innen zugeordnet werden können.

Die Auswirkung auf den Schutz vor Werbebetrug, da es weniger Informationen geben wird, um echte Nutzer*innen von durch Bots generiertem Traffic zu unterscheiden. Es wird bereits an der Technologie gearbeitet, um dieses Problem zu lösen.

Die Klassifizierung von Benutzer*innen in sensible Gruppen durch den Algorithmus mit maschinellem Lernen, der so angepasst werden muss, dass die Privatsphäre so weit wie möglich respektiert wird.

4. Was sind die kurzfristigen Folgen des Paradigmenwechsels?

Auf der einen Seite bauen viele Content Publisher ihre eigenen Walled Gardens auf, um direkt mit First Party Data arbeiten zu können und die Einschränkungen durch Third Party Cookies aus der Gleichung zu entfernen.

Auf der anderen Seite könnte es zu einem Wiederaufleben der kontextbezogenen Werbung kommen, die sich darauf konzentriert, Nutzer*innen mit Werbung zu erreichen, die mit dem von ihnen konsumierten Inhalt zusammenhängt, so dass das Gefühl, während des Browsens verfolgt zu werden, abnimmt.

Es ist viel naheliegender, in einem Blog über Radtourismus Werbung für Mountainbikes zu finden als auf einer Seite mit Kochrezepten.

 

Kurzum, Google FloC ist ein weiteres Beispiel für die Fortschritte, die gemacht werden, um Lösungen zu finden, die für Werbetreibende, Nutzer*innen und Content Publisher praktikabel sind. Wir werden weiterhin darüber berichten.

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